Nach dem
sehr dominanten und mannschaftlich geschlossenen ersten Auftritt im neuen Jahr,
hatte die weibl. B-Jugend des TV Pfullendorf rund 2 Wochen später die DJK
Singen zu Gast. Im Hinspiel kurz vor Weihnachten hatten wir eine „schöne
Bescherrung“ erlebt, zumal wir das Spiel bereits in den Händen hatten. So war
hier noch mehr als eine Rechnung offen und wer den Blick auf die Tabelle gewagt
hat bzw. die Ergebnisse der anderen Gegner verfolgt hatte, wusste, dass alles
„für uns gespielt“ hat. Zeit endlich auch mal „Danke“ zu sagen und auch mal
„selbst die Geschenke anzunehmen“.
Neben der
Langzeitverletzten Isabell mussten wir auch noch, als „Überbleibsel“ aus dem
voran gegangenen Spiel, zumindest bei diesem Spiel auf Sophie aufgrund einer
Knieverletzung verzichten. Doch bereits vor der Partie war im B-Mädels-Lager
klar, dass dieses Spiel ein durchaus richtungweisendes für diese Saison werden
kann und das Selbstvertrauen war da, um auch diese Situation zu
bewerkstelligen.
Das Spiel
begann und die TVP-Mädels waren von Anfang an im Spiel. Es dauerte allerdings
bis zur 11. Minute bis überhaupt eine der beiden Mannschaften zum Torerfolg
kam. Warum ? Ganz einfach, hier musste Handball erst mal neu definiert werden.
Singen kam nicht wirklich in der kompakten TVP-Abwehr durch und Pfullendorf
„durfte nicht“ sein versiertes, technisch korrektes Spiel anwenden. Hatte sich
der Herr „in schwarz“ (respektive in „blau“) im Spiel geirrt ?
Körpertäuschungen mit „großem Sicherheitsabstand“ wurden konsequent als
Stürmerfoul abgepfiffen, „Sperren“ gibt es sowieso nicht und „Gestiken“ sind
sowieso „schon lang nicht mehr im Handball erlaubt“ ! Nur ganz, ganz wenige
Beispiele, …...selbst der neutralste der Zuschauer hatte jetzt mehr als
deutlich gemerkt, was hier vor sich ging ! Eine Auszeit seitens des TVP war
mehr als willkommen. Durchschnaufen, runterfahren. Mit einem 3:0 Lauf konnte
Pfullendorf die Führung ausbauen und somit ging es nach einer „faszinierend
lehrreichen“ ersten Hälfte beim Stand von 6:3 in die Pause.
Die
Pausenansprache war geprägt von Aufbauarbeit, die eine oder andere Spielerin
hatte schon mehr als Selbstzweifel an dem bisher Gelernten in der Sportart
Handball. Ganz wichtig, weiter in unserem Spielsystem bleiben und sich als
Mannschaft präsentieren.
Bei
Wiederanpfiff fanden die TVP-Mädels wieder sofort ins Spiel zurück und konnten
ihre Führung ausbauen. Dabei schlug man immer wieder Profit aus der guten
Deckung. Mit einer wieder glänzend aufgelegten Torhüterin Miriam kam
Pfullendorf immer wieder zu Gegenstößen sowie Rückraumtreffer oder konsequent
versenkten Strafwürfen. Auch der „Spielleiter“ steigerte sich immer weiter in
Aktionen, die weit unter der „Gürtellinie“ (auch persönlich gegen
TVP-Spielerinnen) lagen. Man hatte wahrlich den Verdacht, das sich alles gegen
einen Sieg der TVP-Mädels verschworen hatte, ….......letztendlich half aber
alles nichts ! Pfullendorf gewann die Partie verdient mit 15:9 und zusätzlich
ganz, ganz viel mentale Stärke.
Ganz, ganz
stark gemacht Mädels !!!
Für den
TVP Miriam Gäng (TW), Patricia Girardi
(TW) // Melanie Metzler, Jule Wienert (1), Anna Riebsamen (3), Isabella Özdemir
(9), Valentina Bucher, Jessica Riemel (1), Busra Güvendi, Irmak Göksu (1),
Anika Halder, Jennifer Metzler, Marie Pattberg.
gez. Claudia Bäurer