(21.01.2012)
Die Winterpause ist beendet und die weibl. D2-Jugend hatte den einen oder
anderen Tag Zeit, um die z.T. eindrücklichen Erlebnisse aus den
Qualifikationsspielen vor Weihnachten zu verarbeiten und sich Gedanken zu
machen, wie sich jede einzelne Spielerin die weitere Beteiligung an der
Teamsportart Handball, unabhängig von Sieg oder Niederlage, vorstellt und sich
einbringen möchte.
Zum ersten
Training waren dann alle anwesend und bereit zu trainieren, um als Mannschaft
dazuzulernen. Dies gelang überraschenderweise recht gut und von Trainer-Seite
war man soweit guten Mutes, die „neue Chance mittels neuer
Leistungsklassen-Einteilung“ nutzen zu können. In der Kreisklasse B treten wir
dabei in einer Hin- und Rückrunde bis Ende April gegen SV Allensbach II, HSC
Radolfzell II, TV Rielasingen und TSV Dettingen an. Bis auf Allensbach II alles
durchweg fremde Spielpartner, zum einen aus der anderen Staffel oder
nachgemeldet.
Beim ersten
Spiel trafen wir dann gleich mal auf den „Alt-Bekannten“ und wussten, dass hier
was möglich ist. Während der Qualifikationsrunde mussten wir uns nur mit 1 Tor
Abstand geschlagen geben und hatten dabei noch auf unsere beiden „alten Hasen“
verzichten müssen. Das Spiel begann und begann wie ein Spiegelbild der
Quali-Runde. Dabei konnte man der Abwehr als auch der gewohnt guten
Torhüterleistungen nichts anhängen, vielmehr dem Spiel mit dem Ball nach vorne
in Richtung Tor. Und so waren wir schnell mit 0:3 im Rückstand, konnten dann
mittels kurzzeitiger Lichtblicke verkürzen und mussten dann doch die Gegner mit
2:6 in Front in die Pause gehen lassen.
Zum
„Pausentee“ wurden nochmals ganz, ganz klare Worte von Seiten des Trainer-Teams
gesprochen und eindrücklich an das durchaus vorhandene Talent von jeder
Spielerin im Spiel mit dem Ball in der Hand appelliert. Und siehe da, die
zweite Halbzeit war ein ganz anderes Bild. Es wurde gelaufen, Ballstaffette an
Ballstaffette und dann auch der zwingende Tordrang ermöglichte eine furiose
Aufholjagd. Und 5 Minuten vor Schluss hatten wir uns die Gegner „zurechtgelegt“
zum verdienten 10:10. Lohn der Arbeit war nun auch noch ein zugesprochener
Siebenmeter ! Anna schritt zum „Tatort“,......, ein letztes Mal tief ein- und
ausatmen,.... Wurfhaltung einnehmen und alles wartete auf den entscheidenden
Pfiff des Schiedsrichters. Doch er kam nicht, oder vielmehr noch nicht.
Stattdessen wurde vom Schiedsrichter die Schützin weggeschickt („Du bindest dir
erstmal die Schuh !“) und freimütig eine andere TVP-Spielerin zum Punkt geholt
! Hatte sich im bisherigen Spielverlauf schon die einen oder anderen
„Regel-Auslegungen“ des Schiedsrichter als „vermeintliche Unkenntnis“
angedeutet, stieg spätestens jetzt die „TVP-Trainer-Galle“ auf einen
„Pegel-Höchststand“. Ein Schiedsrichter sollte sich doch vornehmlich auf die
Spielleitung konzentrieren und hat keineswegs auf die Entscheidungen des
Trainers (hier z.B. bezüglich der Schützinnen-Wahl) Einfluss zu nehmen,
geschweige denn zu überstimmen. Normalstatus wäre: Time-Out, Zeit zum Schuhe
binden und erneute Aufstellung zur Wurfausführung.
…... und
das Ganze in einer entscheidenden Phase, in der wir es förmlich auf der Hand
hatten, in Führung zu gehen und uns das lang ersehnte Sieg-Erlebnis abzuholen.
Ein „No-Go“ !!!
Was war das
Ende der Geschichte ? Der Siebenmeter wurde vergeben, Allensbach setzte noch 2
Tore und wir, ja, ….. uns wurde der mögliche Sieg genommen !! Endstand 10:12.
Für den
TVP Johanna Hartmann (TW; Feld, 1), Vivienne Bruch (Feld;
TW) // Judith Hartmann (4), Anna Koblitz (5), Shena Karagol, Jasmin Grauberger,
Beyza Ilgün, Ceren Patlar, Debora Tokus, Angelika Gert, Ashurina Warda, Kim
Junker.
gez.
Claudia Bäurer
/Fotos StaA)